Also Elaine 2018 meinetwegen nach Deutschland kam, musste sie ihre beiden Katzen zurücklassen. Seitdem war uns eigentlich klar, dass wir irgendwann Katzen haben werden.

Unser erster Versuch eine Katze aus Marokko nach Deutschland zu holen missglückte leider aus unterschiedlichen Gründen. Eine Story, die ich auch mal erzählen sollte.

Eine gewisse Zeit reichte es, wenn wir durch Elaines kleinen Nebenjob Katzen anderer Leute bei uns zu Gast hatten. Die Menschen sind durch die Einschränkungen der aktuellen Situation allerdings Zuhause. Niemand braucht einen Katzen- oder Hundesitter, wenn er selbst Zuhause ist.

Wir adoptieren Katzen aus dem Tierheim

Es hat aber auch was Gutes. Wir haben beide viel mehr Zeit. Zum Beispiel, um in das Tierheim Süderstraße vom Hamburger Tierschutzverein zu gehen und eine Katze zu adoptieren.

Elaine war es wichtig, dass es eine alte Katze ist, die schon länger ein Zuhause sucht. Leute adoptieren nämlich eher junge Tiere. Die Älteren bleiben über längere Zeit im Tierheim.

Ursprünglich hatte sich Elaine im Internet einen älteren Kater ausgesucht. Man hat uns aber von ihm abgeraten und stattdessen ein Katzenpärchen empfohlen. Beide sind Pflegefälle und erhalten bei uns ein Zuhause über einen Pflegevertrag. Das heißt, beide leben bei uns, wir müssen uns aber nicht um die medizinische Versorgung kümmern. Die übernimmt der Tierarzt des Hamburger Tierschutzvereins.

Miguel, der Sorgenopa

Alte getigerte Katze aus dem hamburger Tierheim Süderstraße

Miguel, unser Sorgenopa geniest ein Bad in der Sonne.

Wir nennen ihn Miguel. 18 Jahre alt. Er leidet an einer Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck und hat Polypen im Ohr. Ein Sorgenopa mit jeder Menge Energie. Er fühlt sich wie Zuhause und hat dafür keine 5 Minuten gebraucht. Das ist bei Katzen selten. Sie mögen keine Veränderung. Nach einigen Wochen in einem kleinen Käfig im Tierheim gönnte er sich auf unserem Balkon ein kräftiges Bad in der Sonne. Schön, dass er sich wohl fühlt.

Der Namenlose Problemfall

Alte Katze aus dem hamburger Tierheim Süderstraße

Unsere kleine Nana auf einem ihrer seltenen Erkundungen durch die Wohnung.

Sie hat noch keinen Namen. Wir konnten uns noch nicht entscheiden und Elaine findet jeden Tag einen neuen Namen. Sie ist jedenfalls ca. 18 Jahre alt. Leidet an einem Tumor an der Nase und kann in zwei Wochen oder in zwei Jahren an ihrer Krankheit sterben. Man weiß es nicht.

Bei ihrer Ankunft hat sie hyperventiliert. Sie ist sehr ängstlich, versteckte sich die meiste Zeit des ersten Tages oder hockte unsicher in Ecken.

Mittlerweile traut sie sich in unsere Nähe. Die Wohnung erkundet sie aber nur, wenn sie das Gefühl hat, allein zu sein. Aber auch sie wird sich eingewöhnen und dann hoffentlich auch ein bisschen mehr fressen.

und nun?

Ich halte euch über die Beiden auf dem Laufenden.

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